Goldene Regeln für Fitness und Bodybuilding: Sei stets mehr als Du heute bist

Goldene Regeln für Fitness und Bodybuilding: Sei stets mehr als Du heute bist

Muss ich besser sein als andere?

Wie in anderen Sportarten auch, kannst du dich an den anderen Menschen im Studio orientieren. Unter ihnen wirst du vielleicht motivierter trainieren und dich noch mehr anstrengen. Vielleicht wirst du sogar mal die Gewichte und Übungen der anderen Leute ausprobieren, deren Trainingssysteme oder auch Ernährungsgewohnheiten nachahmen. Im Studio sind immer wieder kleine Trainingscliquen anzutreffen, die einander ähneln. Hier denke ich an die “Jugendlichen”, die zu dritt oder viert an der Drückerbank hängen und Satz um Satz die Gewichte steigern. Oder an die zwei “Bären”, die vor sich hin grummen und jede Hantelberührung mit einem lauten Stöhnen oder gar entschlossenen Schreien begleiten. Ähnliche „Typen“, die sich gegenseitig nach oben puschen, Stufe um Stufe einer schier endlosen Treppe. Stein um Stein eines schier unüberwindbaren Berges. Und doch wissen wir alle von “da oben”. Wir haben davon gehört oder Menschen gesehen, die dem Gipfel ganz nahe waren. Und die einen von uns wollen alles tun, um dorthin zu gelangen und die anderen sind zufrieden, wenn sie da bleiben können, wo sie sind.

Doch egal, welches Ziel du verfolgst: Damit dein Training Sinn macht, musst du dich daran machen, Deine Leistungen zu steigern. Immer wieder die gleiche Leistung zu erbringen, egal auf welchem Level, wird schließlich auch Verlangsamung des Fortschritts, vielleicht sogar Stillstand, manchmal sogar Rückschritte bedeuten. Gibt es gute Gründe, höhere Leistungen zu vermeiden, dann solltest du auch auf sie hören. Wenn du allerdings Lust hast, voran zu kommen und noch besser zu werden, musst du dich steigern. Hier wird es spannend: Ist es dir zu peinlich, Dich im Training anzustrengen und damit das Bild der gemütlich vor sich hinradelnden Gesundheitssportlerin zu verlassen? Ist es dir zu peinlich, nicht auch mehr Scheiben zu verlangen, weil du dich nicht nur mit anderen messen willst, sondern weil du besser werden willst als du es bisher bist? Eine der bemerkenswertendsten Möglichkeiten im Bodybuilding ist es, dass du den Wettbewerbscharakter einer Sportart zunächst verlassen kannst. du bist in keinem Mannschaftsspiel, sondern in einer sehr auf dich bezogenen Situation. Wenn du deine anfänglichen Erfolge fortführen willst, musst du deinen Trainingsplan und deine Art zu trainieren, auf dich selbst anpassen und nicht an deine Freundin, die schon immer schlanker war als du oder deinen Kumpel, der von Natur aussieht wie ein Schrank. Erfolgreich bist du auf Dauer dann, wenn du nach der einen im Grunde einfachen Devise folgst, die wir im Gym of Challenge als Motto gewählt haben: Sei mehr als Du bist!

Um sich selbst zu übertreffen, muss man sich in Kleinigkeiten, manchmal auch deutlicher, von anderen unterscheiden. Das fängt im Training mit der Wahl des Gewichtes an und hört mit der Wiederholungszahl auf. Es ist dabei möglich und meist auch von großer Bedeutung, weiterhin zusammen mit den Freunden zu trainieren. Allerdings eben nicht mehr nahezu gleich. Der Vergleich mit anderen kann jederzeit gefährlich und ungesund werden, weil der Körper zum Beispiel am Trainingstag verletzt oder krank ist. Da ist es unsinnig zu versuchen, mit den anderen mitzuhalten. Nachdem du hier bestimmt eigene Erfahrungen sammeln musst und wirst, geht es mehr darum, dein Training zu optimieren. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass es im Bodybuilding am besten ist, in jeder Einheit das Gewicht so schwer wie möglich zu machen. Weil ja schwere Gewichte große Muskeln machen. Tatsache ist, dass auch Wiederholungen, Ausführungen, Gerätewahl usw. Wirkung auf die Körperforumung haben. Wenn der Freund im nächsten Satz weitere 20 Kilo auflegt, muss das für dich nicht unbedingt der richtige Weg sein. Vielleicht weißt du, dass es Sinn machen kann, die 20 Kilo wieder runterzunehmen und das leichtere Gewicht noch einen Satz zu drücken. Weil du in dich hineinhörst und instinktiv erkennst, dass dein Körper jetzt etwas anderes braucht, um sich zu verbessern. Denke nur an die vielen Situationen um das Training herum: Du kannst nicht immer das selbe essen wie dein/e Trainingspartner/in. Je nach Körpertyp musst du reagieren und die Kalorien erhöhen, beibehalten oder verringern. Da kann es sein, dass du das ein oder andere Mal auf einen Nachtisch verzichten musst, den sich das Gegenüber noch gönnen darf. Im Training ist es nicht viel anders. Ein paar Kilo können so viel oder zu wenig sein.

Um mehr zu sein als du selbst bist, musst du demnach wissen, welche “Rekorde” du zu verzeichnen hast. Die Leistungen der Sportskameraden können dir Ansporn sein, aber ab einem gewissen Zeitpunkt müssen Sie nachrangig sein. Konzentriere dich darauf, selbst mehr Übungen zu schaffen, mehr Sätze, mehr Wiederholungen oder mehr Gewicht. Freue dich mit deinen Freunden über den Bizepsumfang, mit deinen Freundinnen über ein weiteres Kilo Abnehmerfolg. Doch sieh zu, dass du deinen eigenen Umfang, dein eigenes Gewicht verbesserst. Erst wenn du dich selbst als Maßstab nimmst, wirst du lernen, dich selbst zu übertreffen. Im Übrigen gibt es sogar eine interessante Variante dieser Überlegungen: Nimm Deine “alten” Leistungen als Ansporn, aber überlege gut, ob sie auch heute noch als Vergleich dienen können. Vielleicht bist du älter geworden oder gesundheitlich angeschlagener. Dann kannst du von den alten Zeiten träumen und dich von diesen Erfolgen wieder ein wenig zur Leistung herantragen lassen. Doch es wird eine Zeit kommen, da musst du akzeptieren, dass du keine 20/ 30/ 40/ 50 mehr bist.

Jeder kann diesem Weg folgen. Manchmal führt das dazu, dass man das Ziel vor Augen erreichen kann, wenn auch nicht immer. Aber eines ist sicher: Man wird mehr sein als man hier und heute ist.

(c) gymofchallenge.de

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